Arba'in


Wer ist Hossein?


Hossein ibn Ali (a.s.), der zweite Enkel des Propheten Mohammad (s.a.a.s.), wurde am 10. Oktober 680 Märtyrer und ist bis heute ein Symbol für die Gerechtigkeit und den Kampf gegen die Unterdrückung.
Anton Bara, ein christlicher Denker, schreibt über Imam Hossein (a.s.):
„Wäre Hossein von uns, dann würden wir für ihn in jedem Land eine Flagge aufrichten, und in jedem Dorf eine Kanzel aufstellen, und die Menschen mit seinem Namen zum Christentum einladen.“
Charles Dickens, der bekannte britische Schriftsteller, schrieb über Imam Hossein (a.s.):
„Sollte Hosseins Intention zum Krieg weltliche Wünsche sein, verstehe ich nicht, warum er seine Schwestern, Frauen und Kinder mit sich genommen hat? Der Verstand sagt, dass er sich nur für den Islam geopfert hat.“

Zeinab die erste Botschafterin Karbalas

Zeinab(s.) ist die verehrte Schwester Imam Hosseins (a.s.), die ihm in Karbala mutig zur Seite stand und in Gefangenschaft geriet. Sie war diejenige Dame, die die Karawane der Gefangenen anführte. Im Schloss Jasids prangerte Zeinab (a.s.) furchtlos vor diesem unterdrückerischen Herrscher seine Ungerechtigkeit und seine Gewalttätigkeit hinsichtlich des Mordes an ihrem Bruder Hossein (a.s.) und seinen Gefährten an. Sie klärte das Volk über das Ziel des Aufstandes Imam Hosseins (a.s.) auf.

Der Arbaain Tag (der vierzigste Tag)

Im Islam hat die Zahl vierzig einen speziellen Stellenwert und beinhaltet gewisse Geheimnisse. So wird beispielsweise vierzig Tage nach dem Tode einer Person für dessen Ehrung eine Trauerfeier veranstaltet.
Nach dem Märtyrertum Imam Hosseins (a.s.) am Aschura-Tag und der Gefangennahme seiner Familienmitglieder, verbreitete sich die Nachricht des Ereignisses von Aschura schnell unter den Menschen. Der erste, der das Grab Imam Hosseins (a.s.) besuchte und deswegen nach Karbala reiste, war einer der Gefährten des Propheten Mohammad (s.a.a.s.). Er hieß Jaber bin Abdollah Ansari.
Am vierzigsten Tag nach dem Tode Imam Hosseins (a.s.) als Märtyrer erreichte er barfüßig, weinend, „Ja Hossein“ rufend und „mein Freund und Herr Hossein“ flüsternd, das heilige Grab.
Dieser Besuch am vierzigsten Tag wurde zum Ausgangspunkt einer großen Bewegung in der Geschichte. Bis heute brechen die Schiiten jedes Jahr zu Fuss auf, um am vierzigsten Tag nach dem Todestage Imam Hosseins (a.s.) sein Grabmal zu besuchen und seine Errungenschaften und seine Ziele zu bewahren. Diese kollektive Bewegung wurde von den Imamen der Schiiten bestätigt und sie spornten die Menschen dazu an. Sie wurde als „Ziarate Arbaain“ bekannt.
Arbaain und dessen Ziele Arbaain erinnert an und betont das Opfer Imam Hosseins (a.s.), seiner Kinder und Gefährten beim Kampf gegen die damalige unterdrückerische Herrschaft für eine, die auf Gerechtigkeit basiert.
Arbaain ist eine lebendige Bewegung für Gerechtigkeit in der ganzen Welt und den Kampf gegen Unwissenheit und Verirrung.
Arbaain ist eine Bewegung für den Kampf gegen jegliche Gewalt und Terrorismus.
Arbaain ist eine jährliche Bewegung zur Wiederbelebung der wahren menschlichen und spirituellen Werte, wie Gerechtigkeit und Kampf gegen Unterdrückung.
Doa (das Bittgebet) und die Ziarat Arbaain Einer der Urenkel Imam Hosseins (a.s.) mit dem Namen Imam Hassan Askari (a.s.), der elfte Imam der Schiiten, lehrte denjenigen, die am vierzigsten Tag das Grabmal Imam Hosseins (a.s.) besuchen wollten, ein Bittgebet und Ziarat. Durch dessen Lesen sollen diese den Rang Imam Hosseins (a.s.) bei Gott und die Bedeutung seines Aufstandes für Gerechtigkeit und den Kampf gegen Unterdrückung erkennen.
In diesem Bittgebet und Ziarat wird Imam Hossein (a.s.) als ein unterdrückter Märtyrer, Freund und Liebling Gottes vorgestellt, der mit seinem Tod als Märtyrer die Flagge der Gerechtigkeit für immer und ewig aufgerichtet hat. Er ist derjenige, der dem Menschen die Lehre der Ehre und den Kampf gegen Unwissenheit und Boshaftigkeit vermittelt hat.